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Tri-Motion Saalfelden

Bericht Michi:

Der Einstieg zu diesem Event fällt mir sehr, sehr leicht, um es mit zwei Worten zu sagen einfach der „perfekte Tag“.

Diesmal meinte es der Wettergott gut mit uns Zweien und den rund 580 anderen Teilnehmern. Die Sonne ging in der Früh über einen tiefblauen Himmel auf und brannte uns den ganzen Tag ins Gesicht.

Das team MÖMA-Tri reiste am Freitag im Laufe des Tages an, Mario mit Familie checkte am Nachmittag im Hotel Ritzenhof direkt an der Strecke ein, ich kam erst am Abend mit unserem Trainings- und Wettkampfkollegen Alex am Ort des Geschehens an. Wir wollten uns keinesfalls die berühmtberüchtigte „GRÖSTLPARTY“ entgehen lassen. Nach kurzem Schreck beim Eingang zur Party (18,- Eintritt nicht im Startgeld enthalten), ließen wir uns trotzdem den Appetit nicht verderben und schlugen uns direkt neben Tri-Profi und Veranstalter Norbert Langbrandtner unsere Bäuche voll.
Das ist genau unter anderem der Reiz an diesem Sport, dass diese Weltklassesportler auch zum Angreifen nahe und wirklich sehr zugänglich sind.

Mit vollen Bäuchen ging’s dann in unser Quartier um mal in unser Zimmer einzuchecken, danach folgte eine für mich sehr entspannte und schlafreiche Nacht.

Am Tag X – voller Spannung und Vorfreude auf den vielleicht schönsten Bewerb in Österreich – ging’s gleich nach dem Frühstück zur Anmeldung, um unsere Startutensilien dort abzuholen. Zu den ganzen Glücksgefühlen und Adrenalinausstößen kam auch noch dazu, dass ich Startnummer 17 ausfasste. Einfach „geil“ meine persönliche Glückszahl, da konnte nicht mehr viel schiefgehen.

Danach ging es nach einer kurzen, aber sehr schönen Chill-out Phase am Ritzensee zurück ins Hotel um die letzten Vorbereitungen für den bevorstehenden Check-In um halb 12h zu treffen.

Nach dem Einrichten der Wechselzone und je einer Banane und einem Snickers, ging’s zur obligatorischen Wettkampf-besprechung direkt runter zum malerischen 23Grad warmen See.

Nun liefen die letzten Vorbereitungen wie ein Film vor unseren Augen ab. Man automatisiert diese Phase fast gänzlich, und hat trotzdem immer das Gefühl, etwas vergessen zu haben.

13h20 min – nun sind es noch 10 Minuten bis zum Start, der Puls stieg schön langsam genau wie das Adrenalin in einem hoch und es sind einfach jedes mal Minuten, die scheinbar nie zu Ende gehen wollen.

Doch dann, pünktlich auf die Sekunde, um 13:30 ertönt das Signal, und rund 580 Triathleten machen sich auf den gemeinsamen Weg durch den kleinen und sehr undurchsichtigen Ritzensee. Das Gewühle war diesmal für mich nicht so schlimm, so kam ich gleich in einen guten Rhythmus. Mario hatte da schon mehr Probleme seine Linie zu finden.

Der erste Wechsel, der immer der langsamer ist, ging bei uns beiden sehr rasch und ohne Probleme von statten.
Nun ging es in drei anspruchsvolle aber landschaftlich wunderschöne 27Km-Runden, die Strecke verlief hierbei sehr wellig durch das fast schon kitschig wirkende Salzburgerland, vorbei an grasenden Kühen, saftigen grünen Wiesen, majestätisch wirkenden Bergen und einem wirklich extrem puschenden Publikum.

Am Ende jeder Runde ging es über die so genannte „Mauer“ – dies war ein heftiger Anstieg mit ca. 17% Steigung und einer Länge von ca. 500 Metern. Die Stimmung auf diesem „Stich“ war wirklich am Kochen. Wildfremde Leute feuerten uns an und zogen uns quasi den Berg hinauf. Bneim letzten Mal, und ich glaube das kann ich im Namen aller Teilnehmer sagen, hatte wir das Gefühl als stünden unsere Oberschenkelmuskeln kurz vor der Explosion. Nun ging es nochmals durch das tosende Start-Ziel-Gelände zur Wechselzone hinauf.

Die ersten Schritte „zu Fuß“ vom Rad zum Laufsackerl waren wie immer sehr hart, aber zu ertragen.

Nach einem wiederum, mit Hilfe der netten Damen, sehr gut gelungenem Wechsel auf das Laufschuhwerk, ging es erstmals bergab in Richtung Zentrum von Saalfelden. Auch dort war die Stimmung schon am Siedepunkt.

Durchs Ortszentrum zog sich die Laufstrecke nun ständig ansteigend in Richtung Maria Alm, dort wurde gewendet und zurückgelaufen. Bei der zweiten und somit letzten 11km-Runde ging meine Laufstärke wieder voll auf und ich konnte meinen anfangs minimalen Vorsprung auf Mario ausbauen. Dieser hatte zuvor beim Radfahren einen massiven Hungerast eingefahren, der seinen Körper arg zu schaffen machte.

Letztendlich ging alles gut und alle kamen mehr oder weniger wohlauf und gesund ins Ziel.
Die Uhr blieb bei mir bei 4h31min stehen, Mario kam stark geschwächt, aber glücklich mit einer Zeit von ca. 4h50min ins Ziel. Lobend erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch noch unseren Spezi bzw. meinen Arbeitskollegen Alex, der seine erste „Halbdistanz in der sehr guten Gesamtzeit von 5h und 3 Minuten absolvierte. Bravo Alex

Unser Resümee für diesen Bewerb: tolle Veranstaltung, noch viel besseres Publikum, perfekte Organisation und extrem guten Stimmung den ganzen Tag lang!!!!

Saalfelden wir kommen wieder!!!

Bericht Mario:

Eigentlich kann ich dem Bericht von Michi nicht mehr viel hinzufügen. Für mich war es sowohl ein schmerzhafter, wie auch traumhafter Saisonabschluss. Bis zum Hungerast, den ich mir durch Übermut (keine Nahrung am Rad mitgenommen) selbst zuzuschreiben hatte, genoss ich den Tag in vollen Zügen. Ab Km 70 am Rad wurde das Unterfangen Tri-Motion 2008 etwas mühsamer, aber durch die mittlerweile gesammelte Routine, weiß man auch, was man in brenzligen Situationen zu tun hat. So überstand ich das Tief und genoss dann, wenn auch nicht mehr am gewohnten Niveau den abschließenden etwas zu lange bemessenen Halbmarathon.

das team MÖMA-Tri gratuliert den Organisatoren rund um den Profi Norbert Langbrandtner zu einem perfekten Event.

Auch unseren Spezies Alex Farina und Peter Brandenburger gratulieren wir zum tollen Saisonabschluss.

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