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Stimmen zum Vienna City Marathon

vcm_logo_120Nachdem wir eine Nacht darüber geschlafen haben, wollen wir euch natürlich unsere Eindrücke vom Rennen nicht vorenthalten:

Michi (2:44:05)
Ich ging diesmal wirklich übermotiviert und voller Energie an den Start. Anfangs ging meine Taktik (voller Angriff) wieder mal so richtig auf. So brachte ich den Halbmarathon völlig problemlos hinter mich. Als ich allerdings beim Überlaufen der Zeitnehmungsmatte bei KM 21 das erste Mal auf meine Uhr sah, war ich anfangs überrascht. Allerdings wusste ich auch, dass ich etwas zurückstecken sollte. Mit ungefähr 1h 17 min war ich offensichtlich etwas zu schnell unterwegs, was dazu führte, dass ich bereits bei KM 25 meinen „Einbruch“ hatte. Dieser dauerte unendliche 7 km, in denen ich das erste Mal ernsthaft überlegte stehen zu bleiben. Doch dank Powergels, Wasser, Cola und meiner mentalen Stärke raffte ich mich auf und ab KM 32 ging es dann wieder voll dahin.

Die letzten beiden Kilometer waren für mich die schönsten dank des Publikums und der sehr guten Stimmung. Man wurde förmlich ins Ziel getragen.

Meine vorgenommene Zeit von 2:40h konnte ich diesmal nicht erreichen, aber es waren immerhin 4 Minuten um die ich meine Marathonbestzeit verbessern konnte.

Mario (3:11:11)
Wie meine drei team-Kollegen war auch ich mit großen (zu große?) Erwartungen nach Wien gefahren. Der Startplatz war super und ich fand so schnell wie noch nie meinen Rhythmus. Der erste 10er verlief nahezu perfekt. Bei Km16 (Schönbrunn) kam ein wenig Unruhe ins Feld, da der erste Staffelwechsel anstand. Ich konnte aber trotzdem genau meine Marschtabelle einhalten und überquerte den Halbmarathon beinahe auf die geplante Sekunde.
Ungefähr bei Km26 wurden plötzlich die Beine schwer. Das ging jedoch so schnell, dass ich bei Km28 das erste Mal gestanden bin und versucht habe meine harten Unter- und Oberschenkel durch leichtes Dehnen wieder zum Arbeiten zu bewegen. Von da an begann der Kampf. Das hochgesteckte Ziel, den 3er zu knacken konnte ich an dieser Stelle abschreiben. Es war also Schadensbegrenzung angesagt. Auf den 3km durch den Prater zum Lusthaus kam mir Peter entgegen, der mir noch recht frisch vorkam und ich stellte mich darauf ein, dass ich auf den letzten 7-8 km noch von ihm überlaufen werde. Aus dem Prater hinaus (Km35) wurde mir dann erstmals klar, dass ich mit meinen Beinen, die sich anfühlten wie Granit froh sein muss überhaupt ins Ziel zu kommen. Das es aber bekanntlich kein Aufgeben gibt, wurde durchgebissen. Auf den letzten beiden Km tragen natürlich auch die Tausenden Zuschauer ihren Teil zum Finishen bei.
Fazit: Wieder um eine wichtige Erfahrung reicher und die 3h Stunden-Marke wird wohl noch eine Weile auf mich warten müssen.

Peter (3:11:58)
Nachdem ich durch meine Mittelohrentzündung und eine darauf folgende starke Verkühlung annähernd 5 Wochen kein Training absolvieren konnte,bin ich als einziger ohne großen Erwaruntgsdruck in Wien angetreten. Überleben war das Ziel.

Nach einigen heiteren Erlebnissen vor dem Start, unser Outfit betreffend sind wir pünktlich um 9 Uhr gemeinsam gestartet.

Michi war nach einigen Metern schon aus meinem Blickfeld entschwunden. Mario war knapp vor, Alex knapp hinter mit. Die ersten 4 Kilometer war ich immer einige Schritte hinter Mario, habe mein Tempo dann aber auf Grund einer zu hohen HF etwas zurückgenommen. Bis 25 km hatte ich ein gutes Gefühl, lockere Beine, eine gleichmäßige HF und einen relativ konstanten km-Schnitt. In meiner Euphorie liebäugelte ich noch mit einer Endzeit von 3:05:00. Ab 30 km wurden die Beine richtig schwer. Jetzt rächten sich die fehlenden langen Einheiten.

Auftrieb bekam ich noch einmal als mir bei km 33/34 Mario entgegenkam. Auch er war am Ende. Nachdem ich „nur“ ca. 5 min hinter ihm war hatte ich die Hoffnung ihn noch zu erwischen. Immerhin waren noch 9 km Zeit dafür. Die nächsten drei Kilometer lief ich wieder deutlich schneller um dann bei 37 km entgültig zu explodieren. Fünf Kilometer, die am Anfang mit lockeren Beinen wie im Fluge vergehen, werden am Ende eines Marathons zur Ewigkeit. Endlich im Ziel war ich nur froh, dass es vorbei ist.

Im Nachhinein betrachtet bin ich mit meinen 3:11:58 sehr zufrieden und habe mit einem Tag Abstand mit Mario schon neue Marathonziele am Ende der Saison angedacht.

Alex (3:42:55)
Am Start war bei mir natürlich große Nervosität, aber auch Vorfreude angesagt. Immerhin wusste ich ja bei meinem ersten Marathon überhaupt nicht was auf mich zukommt. Erstmals gestartet, habe ich sehr schnell meinen Rhythmus gefunden. Die Stimmung an den Fans vorbei ließ bei mir Gänsehaut aufkommen. Bei Kilometer 22 standen dann unsere Mädels und feuerten uns an. Bis dahin war bei mir auch das Wohlbefinden noch aller bestens. Bei Kilometer 25 dann leider der Rückschlag. Meine Oberschenkel wurden ganz hart und ich hatte das Gefühl viel kleinere Schritte machen zu müssen. Folge dessen wurde natürlich auch meine Geschwindigkeit gedrosselt. Aber mein Kopf sagte mir immer und immer wieder LAUF WEITER. Zwischen Kilometer 32 und 35 war dann der größte Kampf. Immer wieder blieben Läufer neben einem stehen und man musste sich immer wieder neu motivieren nicht auch einfach stehen zu bleiben. Aber der Wille den ersten Marathon laufend zu beenden war größer. Bei Kilometer 40 versuchte ich das Tempo dann nochmals ein bisschen zu erhöhen, denn ich wollte einfach nur noch ins Ziel und wenn möglich unter 03:45 Stunden. Das schönste Gefühl war es dann durch den Zielkanal zu laufen und zu wissen: du hast es geschafft. Dies wird wohl ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

hier noch ein paar Impressionen von unseren Startvorbereitungen:

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Stimmen zum Vienna City Marathon

  1. Hey Jungs,

    echt toller Bericht und Waaaaahnsinns-Leistung von euch allen!!!

    Habe euch trotz der gut gewählten (weil auffälligen) Trikot-Farbe nicht im Fernsehen erspäht, aber nächstes Jahr bin ich dann live dabei (als Fan). ;-))

    lg (jetzt wieder aus Wien)
    Simone

    Verfasst von Simone | 20. April 2009, 21:13

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