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Peter’s Tri-Motion

k640_20x30-iabf14813Tri-Motion…

immer eine Reise Wert.
Die Tri-Motion bildet traditionsgemäß den Abschluss unserer Triathlonsaison. So auch gestern.
Obwohl der Wetterbericht nicht gerade freudig stimmte zeigte sich der Wettergott dann doch gnädig.
Die Temperaturen waren zwar schon sehr herbstlich, der Himmel aber nur leicht bewölkt und meist war die Sonne zu sehen. Schlechtes Wetter hätte sich diese Veranstaltung auch nicht verdient.

Das Schwimmen im doch eher kühlen Ritzensee verlief für mich (Peter) sehr positiv. Zwar gab es bis zur ersten Boje das obligatorische Gehaue und Getrete, dann waren die Positionen bezogen und ich konnte einen guten Rhythmus finden. Ich schaffte es auch mich mehr als eine Runde vor der schnellsten Dame zu halten
– diese ist allerdings 5 min nach mir gestartet!

Nach dem Schwimmausstieg der erste Anstieg des Tages. Der Lauf in die T1.
Wechselsack suchen, raus aus dem Neo und rein in die Compressionsstrümpfe.
Sind diese sch… Dinger trocken kaum anziehbar, bringen sie dich mit nassen Füßen zur Verzweiflung.
Nach einer gefühlten Ewigkeit war ich dann endlich in den Radschuhen.
In der Zwischenzeit hat sich auch Mario zu mir gesellt, der mit dem gleichen Problem kämpfte.
Ein kurzer Wortwechsel und ab auf die Radstrecke – Mario werde ich sowieso gleich wieder sehen.

In Saalfelden hast du keine Chance eine Rhythmus zu finden. Schon nach den ersten paar hundert Metern treibt dir der erste Anstieg das Lactat in die Beine gefolgt von einer flotten Abfahrt, die alle deine Konzentration fordert.
Dann endlich eine gerades Stück. Hier kannst du Nahrung aufnehmen und gegen den Wind kämpfen bevor es für einige Kilometer ins kupierte, kurvenreiche Hinterland geht.
Auf der Bundesstraße ist dann wieder dein Freund, der Gegenwind bei dir.
Dann folgen zwei weitere Anstiege. Der erste nimmt sich von unten eher bescheiden aus, verursacht aber entsprechende Schmerzen in den Beinen. Oben ein Wendepunkt und volle Pulle wieder hinab. Hier bin ich das erste mal auf Mario gestossen.
Er im Anstieg, ich in der Abfahrt.
Kurze Zeit später der zweite richtige Anstieg, die Rampe. Du kommst leicht bergab mit hohem Tempo, voll in die Bremsen, ein 90° Haken und du stehst. Wer vergisst vorher herunterzuschalten kann absteigen.
Hier hat mich dann Mario überholt. Ein paar Meter konnte ich noch mitgehen, dann verschwand er langsam aus meinem Gesichtsfeld. Kann aber auch sein, dass sich dieses durch die Lactatorgie etwas eingeengt hat.
Toll ist hier allerdings die Stimmung. Die Zuschauer peitschen dich im Rhythmus deiner Trittfrequenz den Berg hoch.
Oben angekommen rollt es dann relativ gut bis zum Wendepunkt. Und dann das Ganze noch zweimal.
Endlich in der T2 hatte ich eine für mich doch gute Radzeit stehen und war um ca. 7 min schneller als im Jahr zuvor.

Beim Laufen hatte ich anfangs sehr müde Beine. Aber Ausruhen spielt es bei der Tri-Motion nicht.
Nach einem kurzen Bergabstück in den Stadtkern folgt schon der erste leichte, dafür längere Anstieg.
Leicht kupiert geht es über Asphalt und Schotterwege bis zum Wendepunkt.
Knackpunkt ist ein steile Rampe, die auf dem Rückweg vom Wendepunkt zu nehmen ist. Hier ist mir Michi das erste mal entgegen gekommen (+15 min) und vor der Wende dann auch Mario (+5 min).
Auf dem Rückweg konnte ich auch noch Alex abklatschen, der sichtlich gezeichnet war.
In der zweiten Runde hatte ich meine Müdigkeit verloren und das Gefühl wirklich schnell zu sein.
Dies zeigte sich auch darin, dass ich Michi und Mario wieder an den gleichen Stelle wie in der ersten Runde getroffen hatte.
Beflügelt von einer möglichen Endzeit unter 4:50 raste ich dem Ziel entgegen. Und tatsächlich 4:49:59.

Bei vielen Bewerben kannst du die Härte und den Schmerz im Wettkampf selbst bestimmen.
Die Tri-Motion aber fordert dich von Anfang bis Ende und gibt dir
Lactat- und Schmerzwerte vor.
Aber genau das macht es ja aus.
Für mich gehört diese Veranstaltung daher zu den schönsten die ich kenne.

Bis zum 4. September 2010 in Saalfelden

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