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Michi’s Ironman Zürich

Als Rennen meines Lebens möchte ich diesen Ironman nicht bezeichnen, allerdings war es auch nicht wirklich schlecht.

Doch zuerst mal zur Geschichte wie es dazu kam. Da Peter und ich schon einige Male in Kärnten dabei waren, und dies Alex erster Ironman war, wollten wir einfach mal etwas anderes erleben.

So kam es dann auch dazu, dass wir drei uns für den Ironman Switzerland anmeldeten.

Uns war sehr wohl klar, dass wir die Strecke nicht kannten und wir uns nicht in gewohnter Umgebung bewegen würden.

Die Vorbereitung dafür sah bis auf einige Kleinigkeiten genau so wie die Jahre zuvor aus.

Topmotiviert ging die Reise nach Zürich am Donnerstagabend vor dem Rennwochenende los. Alex, meine Freundin und ich fuhren direkt an den Zürichsee nach Horgen, wo wir dann unser Lager bei meiner Tante und meinem Onkel aufschlagen konnten. Dies war natürlich eine super Sache, für die ich mich hiermit nochmal recht herzlich bedanken möchte.

Am Freitagmorgen ging es dann nach einem super Frühstück in Richtung Ironman-City  zur Starnummernausgabe. Im Anschluss nahmen  wir dann, dichtgedrängt mit 2500 anderen Athleten, im Riesenzelt an der verpflichteten Wettkampfbesprechung teil.

Da uns mein Onkel Peter hierbei begleitete und nebenbei ein „echter“ Züricher ist, zeigte er uns danach noch ein Teilstück der sehr anspruchsvollen Radstrecke. Leider erfolgte dies im Auto sitzend bei strömenden Regen.

Am Samstagmorgen hatte sich das Wetter dann schon ein bisschen gebessert, so konnten wir dann am Nachmittag trockenen Hauptes unsere „Rennmaschinen“ einchecken. Zu unserem Erstaunen wurde wirklich  jedem Athleten eine Fahrradgarage ausgehändigt, ein großes Lob hierfür an die Organisation.

Ja und das war dann auch schon alles was es lobend zu erwähnen gab. Denn anders als erwartet, gab es tatsächlich keine Wechselzone bzw. auch keine Wechselsäcke wie wir es gewohnt wären.

Dennoch ließen wir uns hierdurch nicht beirren und gingen unseren gewohnten Weg. Bevor es im Anschluss zu einem super Italiener zum Essen ging, bereiteten wir uns für den anstehenden, langen Tag vor.

Das Essen danach war sehr  lecker  und lustig. Mittlerweile waren dann auch meine Eltern und Alex`s Schwester mit Schwager zu uns gestoßen.

Vielen Dank noch mal an die sehr weit angereiste Fangemeinde.

Mit vollen Bäuchen gingen wir dann so gegen 10 Uhr zu Bett um möglichst viel Schlaf zu erhaschen.

Nun war es soweit, der Wecker läutete um 4h, so hatten wir genügend Zeit um ordentlich frühstücken zu können bzw., um noch mal alles durchgehen zu können. Die Anreise zur Ironmancity  war diesmal sehr entspannend mit dem Zug der direkt vor dem Eingang hielt.

Schön langsam kam leichte Nervosität auf und der Start rückte immer näher. Noch einmal spielten wir alle Abläufe durch und richteten unsere Wechselplätze ein.

Nach kurzer Verabschiedung unserer Liebsten ging es im Laufschritt zum Schwimmeinstieg wo schon über 2000 angespannte Athleten auf den erlösenden Startschuss warteten.

Pünktlich um 7h ging es auf die abenteuerlichen 226 Km, die es an diesem langen Tag zu bewältigen gab.

Mir gelang es diesmal gleich in einen guten Rhythmus zu kommen. Nur war es schwer sich an den  sehr klein ausgefallenen Bojen orientieren zu können. Der Landgang war ganz ok und man konnte dabei mal kurz ordentlich Luft holen bevor es auf den zweiten Teil der Schwimmstrecke ging.

Der erste Wechsel von Schwimm auf Rad gelang mir diesmal sehr gut und so machte ich mich auf die 180 Km lange „Radausfahrt“.

Die Radstrecke hat meiner Meinung nach die meisten Kritikpunkte verdient. Die Straßenverhältnisse waren wirklich teilweise der helle Wahnsinn. Die Straße war nicht gänzlich für den Verkehr gesperrt und zu dem kamen auch noch 3 Baustellen die unseren Weg säumten. Nicht zu vergessen gab es dann auch noch eine 1 Km lange Rollsplittabfahrt zu bewältigen.

Eigentlich sehr schade, da der Weg entlang des Zürichsees und über das Hinterland wieder zurück nach Zürich führt und optisch wirklich einiges zu bieten hätte. Bei KM 85, also kurz vor der Wende zur zweiten Runde ging es dann das erste Mal den so genanten „Heartbrakehill„ hoch, der stimmungsmäßig wirklich mit den Bergetappen der Tour de France zu vergleichen ist.

Ich fühlte mich auch auf der zweiten Runde noch sehr wohl in dem was ich Tat, wobei  mir der letzte, kurze Anstieg vor dem Wechsel ordentlich in meine Beine einschoss.

Nun ging es in meine Lieblingsdisziplin, das Laufen. Ich machte gleich mal ordentlich Druck als mein Magen begann leicht zu krampfen. Der erste Zehner ging noch relativ locker über die Bühne, der Zweite und Dritte fielen mir wirklich sehr schwer und ich musste auch mehrere Dixis besuchen, ehe sich mein Magen beruhigte. Als ich mich zur letzten Runde aufmachte, fiel mein Blick das erste Mal auf meine Uhr und mir war klar das die 10 Stunden-Marke auch diesmal nicht fallen würde.

So absolvierte ich meinen abschließenden Zehner ohne Zeitdruck und Hektik. Da meine Beine ohnehin schon sehr schwer waren, wollte ich auch noch ein Stückchen von meinem langen, harten Tag genießen und konnte trotzdem noch Schadensbegrenzung  betreiben.

Am Ende reichte es für eine Gesamtzeit von 10 Stunden und 20 Minuten. Ich war dennoch überglücklich einen soliden und unfallfreien Ironman hinter mich gebracht zu haben.

LG Und bis bald, euer IRONMIKE

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