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Peter’s 70.3er in St. Pölten

Durch die Anreise schon am Freitag Nachmittag gestaltete sich der Samstag sehr entspannt. Nach dem obligatorischen Rundgang durch die Expo, der Sichtung eventueller Neuheiten und Kontaktpflege mit dem einen oder anderen Bekannten, fanden Michi und Alex auch noch Zeit, ihre Neos im See zu testen.
Nach einem kurzen, aber intensiven Regenschauer checkten wir unsere Räder und Kleiderbeutel relativ spät ein und fuhren anschließend ins Zentrum, um unsere Speicher mit Pizza und Pasta zu füllen.

Wie jedes Jahr haben wir Zimmer in der Landessportschule bezogen. Diese liegt optimal direkt in der Nähe der Wechselzone und Laufstrecke. Leider werden durch die Bauweise saunaähnliche Temperaturen in den Zimmern erreicht. Die Nacht fiel daher entsprechend unruhig und mit viel Wasserverlust aus.

Tagwache war um 5 Uhr, 5:30 Frühstück und 6:00 Aufsuchen der Wechselzone, um die Räder zu kontrollieren und die Verpflegung anzubringen.
Durch das große Starterfeld wurde in 8 Wellen gestartet, eingeteilt nach Altersklassen.
So startete Alex schon um 7:05 direkt nach den Profis. Michi sprang um 7:40 und ich um 8:10 ins Wasser.
Leider war so kein direkter Vergleich während des Rennens möglich. Das Team interne Duell wurde daher erst nach meinem Zieleinlauf entschieden.

Aber der Reihe nach:
St. Pölten war der erste Wettkampf in dieser Saison. Entsprechend unsicher und nervös fühlte ich mich. Ich hatte überhaupt keinen Anhaltspunkt, was möglich sein könnte. Zu allem Übel fiel auch noch mein Pulsmesser aus.
Das Schwimmen verlief unerwartet locker. Prügel gab es nur an den ersten beiden Wendebojen. Ansonsten konnte ich meinen Rhythmus schwimmen. Dies äußerte sich auch in einer, für mich passablen Schwimmzeit.
Ein Novum in St. Pölten ist immer wieder das Schwimmen in zwei Seen. Nach dem Landausstieg und kurzen Zwischensprint wird das letzte Drittel mit voller Motivation im zweiten See vollendet.

Nach dem Wechsel aufs Rad verlor ich gleich bei der ersten Bodenwelle meine Flüssignahrung. Ich hätte doch richtige Trinkflaschen anstatt der PTE Wegwerfflaschen nehmen sollen. Zumindest hatte ich noch die Flasche im Aerolenker. Ohne Gegenwind und gebremst von der Pulsuhr ging es für die nächste halbe Stunde auf die S33. Bei optimalen Bedingungen konnte ich ein recht flottes Tempo anschlagen. Auch bei der Fahrt durch die Wachau und den Anstiegen ging es zügig voran. Den gefürchteten Einbruch konnte ich bis zum Wechsel abwehren. Vielleicht sollte ich in Zukunft überhaupt auf die Pulsuhr verzichten und rein nach Gefühl fahren.

Zurück in der Wechselzone mühte ich mich zuerst mit den Kompressions-socken ab. Heuer in einem grellen Grün, um für unsere Fans trotz schwarz/weiß (fast jeder hat sie an Einheitsdress) erkennbar zu sein.
Nach einer kleinen Ewigkeit konnte ich die Wechselzone endlich verlassen. Hochmotiviert durch den problemlosen Radsplit schlug ich gleich ein flottes Tempo an, welches sich beim Durchlaufen des Stadions unbewusst noch einmal erhöhte. Auf dem Weg ins Zentrum hatte ich mich dann wieder im Griff und fand einen guten Rhythmus.
Nach einigen Kilometern traf ich auf Alex, der sich mit starken Magenkrämpfen dem Ziel entgegen mühte. Nach einem kurzen Wortwechsel ging es weiter Richtung Zentrum und zurück ins Stadion.
Durch die perfekte Versorgung an den Labestellen (Cola, Wasser, Schwämme) konnte ich auch in der zweiten Runde mein Tempo halten.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle freiwilligen Helfer.
Nach meiner Zeitrechnung und den km-Angaben wäre eine Zeit unter 5 Stunden leicht möglich gewesen. Daher war ich entsprechend überrascht, als ich zu Kilometer 21 kam und noch eine ganze Stadionrunde vor mir hatte.
Dies wäre auch der einzige Kritikpunkt, den ich an die Veranstalter hätte. Wenn schon die Wechselzonen zusammengelegt werden und sich somit eine längere Laufstrecke ergibt, muss dieser Mehrweg woanders eingespart werden. Immerhin sind bei einem 70.3 die Strecken genau definiert. Bei dem Startgeld, welches den Athleten für einen offiziellen 70.3 abgenommen wird, sollte man schon davon ausgehen können, dass es genau diese Distanzen sind und nicht irgendwelche, die sich so gerade durch Zufall ergeben.
Auf jeden Fall habe ich dann in einer Zeit von 5:00:33 das Ziel erreicht.
Dass ich Alex in Schach halten konnte, war mir auf Grund seiner Magenkrämpfe klar. Dass aber auch Michi hinter mir das Ziel erreichte, überraschte mich dann doch.
Auch eine Halbdistanz will mit Respekt absolviert werden!
St. Pölten war auch heuer wieder ein perfekter Wettkampf. Ich konnte von Anfang an mein Tempo gehen und es bis zum Schluss durchziehen. Eine Zeit unter fünf Stunden wäre zwar schön gewesen, viel wichtiger ist aber, dass mein Knie das Renntempo ohne ein Zwicken überstanden hat. Weder während noch nach dem Wettkampf machte es Probleme. So sehe ich Kärnten positiv entgegen.

Die letzten Tage war ich dann noch im Burgenland, um in der St. Martinstherme mit meinem größten Fan zu regenerieren. Bei herrlichem Wetter wurde perfekt regeneriert. Meine Speicher konnte ich beim reichhaltigen Frühstücksbuffet bzw. 7 gängigen Abendmenü wieder auffüllen, ja sogar überfüllen.
Somit sollte ich für den letzten Trainingsblock vor Kärnten gerüstet sein.

Viel Spaß beim Training wünscht euch
Peter

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