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Alex‘ Ironman 70.3

Dieses Jahr war alles ein bisschen anders. Da wir unsere Unterkunft für 2 Nächte buchen mussten war bereits am Freitag Anreisetag. Nach kurzem Zimmerbezug ging es ins Zentrum von St. Pölten auf Pasta.

Den Samstag gingen wir sehr ruhig an. Am Vormittag wurde die EXPO ein bisschen durchforstet und am Nachmittag gingen Michi, Angie, Nadine und ich zum See ein bisschen Sonne tanken und den Neo einschwimmen. Der erste Sonnenbrand war auch gleich inklusive. 😉

Am Nachmittag zog dann eine ordentliche Gewitterfront auf. Diese überbrückten wir mit einer kurzen Shoppingtour und danach ging es zum Check-In. Ich konnte durch die niedrige Startnummer mein Rad in der nähe der Profis einstellen und konnte somit gleich noch ein paar tolle Geräte betrachten.

Nach dem Check-In ging es dann ins Hotel und gleich weiter ins Zentrum nach St.Pölten, wo nun auch Peter`s Fans eingetroffen sind. Nach einer ordentlichen Pizza gab`s noch ein Eis und natürlich musste ich mit Michi auch noch ein kühles Weizen trinken. Man soll ja Traditionen nicht brechen. Mit vollem Magen und einem guten Gefühl ging es dann früh ins Bett.  Die Nacht war ganz ok. Ein bisschen unruhig, aber das bin ich schon gewöhnt vor einem Wettkampf. 5 Uhr Tagwache, 5:30 Uhr Frühstück und danach ab in die Wechselzone um das Material nochmals zu checken. Dann ging es für mich Schlag auf Schlag. Ab zum Startgelände, ab in den Neo, von allen verabschiedet und noch einen Glückwunschkuss von meinem Schatz und schon stand ich im Wasser.

Der Start verlief alles andere als optimal. Ich hatte mich viel zu weit hinten eingereiht sodass mir einige schwächere Schwimmer bis zur zweiten Boje im Weg waren und ich einige Prügel einstecken musste. Ab dann fand ich aber in meinen Rhythmus. Beim Ausstieg zwischen den beiden Seen standen dann unsere Fans und jubelten uns zu. Ab in den zweiten See und schon ging es in gutem Rhythmus weiter. Beim Ausstieg war mir klar, dass ich gut in der Zeit liege.

Ab aufs Rad und gleich auf der S33 ordentlich gas geben. Leider hatte ich ein leichtes Problem mit meinem Sattel. Irgendwie rutschte ich mit der neuen Hose immer nach vor und musste mich so alle Kilometer wieder neu richten. Ich hatte aber trotzdem ein gutes Gefühl und es ging gut voran. Erst bei der Steigung bei Kilometer 60 sollte es bei mir leider einen Einbruch geben. Ich hatte das Gefühl die Kraft einfach nicht auf die Pedale zu bekommen. Nach dem Anstieg war es wieder besser.

Nichts desto trotz sollte meine Zeit gegenüber dem Vorjahr bereits um 10 Minuten schlechter sein und ich wusste das mein Ziel unter 5 Stunden zu kommen bereits erledigt war. Mein Ziel war es trotzdem eine gute Zeit zu laufen. Aber wie es so ist, im Leben läuft nicht immer alles nach Plan. Bei Kilometer 5 kamen die ersten Magenkrämpfe. Laufen ging noch halbwegs aber die mangelnde Nahrungszufuhr sollte sich dann bei Kilometer 10 rächen. Peter lief von hinten auf mich auf und bat mir etwas Gel an aber ich konnte nichts zu mir nehmen. Mit Cola und Wasser versuchte ich mich dann über die Runden zu bringen. Aber es ging gar nichts mehr. Magenkrämpfe und Schmerzen in den Knien und in der Hüfte ließen es nicht zu mich laufend zu bewegen.

Ich wartete schon die ganze Zeit auf Michi und darauf, dass er mich überrundet, aber irgendwie kam er nicht. Das letzte mal durch das Stadion standen mir schon die Tränen in den Augen vor lauter Wut, dass es so schlecht lief. Der Zieleinlauf war dieses mal leider keine Belohnung für die Strapazen. Ich wollte einfach nur im Boden versinken. Bei meinem dritten IM 70.3 die schlechteste Zeit meiner Triathlonlaufbahn. Michi kam dann kurz nach mir ins Ziel und wir sahen wohl beide nicht gut aus.

Nun gilt es die Erinnerung einfach zu streichen und den Fokus Richtung Kärnten zu legen. Ich hoffe dort mit besseren Leistungen zu starten.

Bis dahin noch eine schöne trainingsreiche Zeit.

Alex

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