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70.3 St. Pölten – immer eine Reise wert

Wie schon in den letzten Jahren eröffnete ich meine Triathlonsaison mit der Halbdistanz in St. Pölten.
Sicherlich könnte man auch mit weniger zeitlichem Aufwand, z.B. in Linz am gleichen Wochenende starten, aber das Flair, die Stimmung und das Teilnehmerfeld hat man halt nur bei einem offiziellen 70.3. Außerdem ist die Startberechtigung für Klagenfurt auch nicht außer Acht zu lassen.
Die Anreise erfolgte schon am Freitag gemeinsam mit Adi und unseren Familien. Nach dem Bezug der Zimmer testeten wir gleich einmal die Schwimmstrecke. Bei 15° Wassertemperatur wurde die Zeit im Wasser allerdings sehr kurz gehalten. Am Nachmittag holten wir gleich unsere Startunterlagen, besuchten die heuer eher sporadische Expo und lauschten der Wettkampfbesprechung. Damit waren alle wichtigen Termine erledigt. Am Samstag gab es noch eine Trainingseinheit.
Adi mit dem Rad und ich bei einer Hardcore Shopping Tour mit meinen Damen.
Nachdem die Expo eher mager war, freute ich mich schon auf den Check-in, um das neueste Material zu sehen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Bis auf Cervelo´s P5 waren alle Neuheiten vorhanden (und meist nicht bei den Profi´s!). Auffällig war für mich die deutliche Zunahme an Scheiben. Und wenn Scheibe dann richtig – Lightweight.
Alles in der Wechselzone verstaut, die Wege eingeprägt, Wechselsäcke gemerkt, dann los zum Startplatz der Profis.
Und da waren sie auch alle, wie wenn sie auf uns gewartet hätten: Andreas Raelert, Faris Al Sultan, Michael Göhner, Stephan Vuckovic, Lothar Leder, Franz Höfer,  Natascha Badmann, Ivonne van Vlerken, Caroline Steffen, Nicole Leder, … Irgendwie imposant die Stars der Szene zu sehen, andererseits wie du und ich ganz normal und unauffällig ohne Starallüren. Bei welchem Sport gibt’s das sonst noch?

Am Abend stießen dann Michi, Alex, Angie und Nadine zu uns, die von der Sprintdistanz in Linz kamen. Somit hatten Adi und ich für Sonntag die größte Fangemeinde. Vielen Dank an euch alle.
Nach dem gemeinsamen Abend(fr)essen noch ein Verdauungsspaziergang am Wettkampfgelände und ab in´s Bett. Immerhin war um halb 5 Tagwache.
Am Wettkampftag wie immer Reifendruck prüfen, Trinkflaschen und Gels am Rad anbringen und die Wechselsäcke kontrollieren und dann zum Startbereich.
Durch den Wellenstart in Altersklassen hatte es Adi schon eilig. Immerhin startete er gleich nach den Profis. Ich musste mich noch mehr als eine Stunde gedulden.
Offensichtlich haben die kalten Wassertemperaturen die hitzigen Gemüter etwas abgekühlt. Die obligatorischen Schlägereien und Positionskämpfe schon am Anfang der Schwimmstrecke blieben diesmal aus. Somit konnte ich von Anfang an relativ frei und gleichmäßig schwimmen. Vor allem die geteilte Schwimmstrecke mit dem Wechsel in den zweiten See kommt mir mental sehr entgegen. Kaum aus dem Wasser war ich auch schon in der Wechselzone. Dafür war diese elend lange und entsprechend die Wechselzeiten.
Immer wieder ein Erlebnis ist die Fahrt auf der S33. Die ganze Autobahn nur für uns Athleten. Eigenartigerweise fahren aber fast alle auf dem Pannenstreifen!
Wenn du den Wind nicht als allzu großen Gegner hast, geht hier die nächste halbe Stunde richtig was weiter. Bei zu viel Übermut kannst du dich aber auch ganz schnell vernichten. Nach dem Highspeedabschnitt geht’s dann durch die Wachau und zum ersten Anstieg dann weiter entlang der Donau bis nach 60 km der zweite Anstieg folgt. Mein Plan war, so gleichmäßig und entspannt wie möglich zu fahren. Und das ist mir auch ganz gut gelungen. Ich war zwar mit 2:46 ein paar Minuten langsamer als in den letzen Jahren, dafür aber relativ frisch als ich zum zweiten Wechsel kam (die letzten Jahre war ich knapp vor´m Sterben). Beim Lauf konnte ich von Anfang an ein für mich relativ hohes Tempo anschlagen und auch bis zum Schluss halten. Vor allem ist es ein echt gutes Gefühl wenn du ständig am Überholen bist. Angetrieben wurden wir natürlich auch von unseren treuen Fans, die nicht müde wurden, uns anzufeuern – vielen Dank!
Ein Novum in St. Pölten ist hier auch der mehrmalige Durchlauf durch das Stadion und der direkte Kontakt mit den Zuschauern.
Nach genau 5 Stunden erreichte ich sehr zufrieden das Ziel. Von Anfang bis Ende alles perfekt funktioniert. Dieser erste Formtest stimmt mich sehr positiv für Roth.
Mal schauen wie´s beim Tristar nächstes Wochenende funktioniert.

Wir sehen uns

Peter

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