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Tri

Gedanken zum Wahnsinn

Dieses Jahr gibt es keinen seitenfüllenden Rennbericht, der ohnedies nur die wenigsten interessieren würde und sich liest wie eine Kopie der letzten Jahre und der tausenden anderen Berichte.
Nur so viel: Schwimmen war mit persönlicher Bestzeit überraschend gut. Das Radfahren war überraschend hart. Der Marathon war solide – nicht mehr aber auch nicht weniger.
Peter war wieder mal klar der Bessere. Dieses Jahr sogar am Rad ein beinahe unbezwingbarer Gegner. Über seine Marathonqualitäten muss nichts mehr gesagt werden – wie schon in den vergangenen Jahren zäh bis zur Finishline und auch heuer bis knapp vor Schluss die 10-Stunden-Schallmauer in Reichweite.
Lieber Peter: vielen Dank für deine anhaltende mitreißende Motivation im Training. Heuer hätte ich ohne dich nicht mal die Startlinie gesehen und wieder mal Respekt vor deiner Leistung – Hut ab!

Statt des umfassenden Wettkampfberichtes möchte ich dieses mal ein paar Worten zum Veranstalter bzw. der Veranstaltung verlieren.
Im Jahr 2006 war ich zum ersten Mal als Zuseher dabei und von 2007 bis 2013 dann vier mal als Athlet am Start. In dieser Zeit ist das Startgeld von 320 € auf knapp 500 € gestiegen und die Organisation immer liebloser geworden. Seit die WTC (Lizenzgeber der Marke Ironman) selber die Finger im Spiel hat und die frühere Veranstaltungsagentur zum ausführenden Organ mutiert ist, geht es offensichtlich nicht mehr um den Sport und die Athleten, sondern ums Geld scheffeln. Wie sonst kann es sein, dass man sich am Tag danach noch voller Euphorie und Adrenalin das wohlverdiente „Finisherfoto“ um € 20 !!! kaufen darf. Wie sonst kann es sein, dass man bereits nach 600 Finishern (von insgesamt 2.600) keine Finisher-Shirts mehr in Größe S hat. Immerhin weiß man ein Jahr im voraus wer startet und welche Shirt-Größe bei der Anmeldung angegeben wurde. Nicht das ich das Shirt in der Öffentlichkeit als Trophäe herumtragen würde, was ich lächerlich finde – es geht dabei ums Prinzip und eine gewisse Wertschätzung für die Athleten die immerhin, wie vorher erwähnt rd. 500 € fürs Quälen bezahlen und von vielen „normalen“ Menschen nur ein Kopfschütteln ernten.
Nur so nebenei erwähnt, die Anmeldung für den Ironman 2014 ist wieder seit gestern geschlossen – ausverkauft ! Bei einem Startgeld von rd. € 500. Solange die Maschinerie läuft, wäre man wahrscheinlich auch dumm, würde man etwas ändern. Qualität kostet immerhin Geld und schmälert daher den Gewinn (für die WTC).

Gott sei Dank geht es auch anders. Wo? In Roth ! Liebes Challenge Team wir sehen uns im Juli 2014.

einfach zum Nachdenken …
… Mario Adam ist Finisher des Ironman Austria 2013

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