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Wenn der Berg ruft…

…dann kommen die Besten und Stärksten, und auch ein paar Neugierige und Wagemutige, um sich bei der Internationalen „KitzSki ruft! Triathlon Challenge“ im Rahmen des ITU WorldCup mit den weltbesten Triathleten zu messen.
Die Strecke – heuer einmalig, wobei viele Stimmen für eine erneute Austragung plädierten – führte uns wie sonst auch 750m durch den Schwarzsee, dann rasch aufs Rad und mitten durch die Kitzbüheler Innenstadt, quer übers Kopfsteinpflaster, danach noch ein 3km langes Stück geradeaus zur Einfahrt des Kitzbüheler Horns und von dort noch 6,5km bergauf mit insgesamt 865HM auf teilweise über 20% steilen Rampen. Komplettiert wurde die Strecke von 2,5km Laufen, zuerst bergab auf einer Schotterstrasse und dann erneut bergauf, die letzten Kehren hoch zum Alpenhaus, in Summe auch nochmal 165HM zum überwinden.
Am Start waren Adi und ich, begleitet von Dani, Hannes, Marietta, Mike und Nadja, die uns lautschreiend am Horn erwarteten. Dank einer stressfreien und gemütlichen Anreise am Freitag konnten wir in Ruhe das Startpaket abholen, die Verwirrungen um 3 verschiedene Startersackerl lösen und meistern, die Wettkampfbesprechung besuchen und top informiert den Abend bei Pizza und Weißbier ausklingen lassen. Am Samstag erwartete uns dann in der Früh bereits ein traumhafter Tag mit Sonnenschein und einem üppigen Frühstück im Hotel Lebenberg (man gönnt sich ja sonst nichts!). Dann ging es gemeinsam runter zum Startgelände, waren das erste Mal damit konfrontiert auf einer Sprintdistanz zwei unterschiedliche Wechselzonen zu haben (eine am Schwarzsee Schwimmen -> Rad, eine am Horn Rad -> Laufen) und suchten verzweifelt nach Sonnencreme weil es ein herrlicher Sonnentag werden sollte. Während sich unser Support Team (Danke an Dani, Marietta und Hannes) Richtung Gondel und Berg aufmachte, fachsimpelten wir noch über das Neo-Verbot, Wechselzonen Tips und richtige Gangwahl zum hochfahren. Gemeinsam mit dem HVM Team Poko und Hirschi gings dann ans aufwärmen und ab 10:30 erfolgten die ersten Starts. Ich selbst war dann um 10:50 an der Reihe mit Hirschi (den ich aber außer am Start nicht mehr zu sehen bekam), gefolgt von Adi und Poko mit Start um 11:00.
Dank Neo-Verbot und einer guten Schwimmleistung stieg sowohl Adi als auch ich mit den vorderen unserer Startwelle aus dem Wasser (11:44 für Adi,12:30 für mich) und wechselten auf das normale Rennrad, da Windschattenfahren erlaubt war und es nicht empfehlenswert ist, mit einem Zeitfahrrad das Horn zu erklimmen. Sehr verhalten fuhren wir dann bis zum Einstieg Kitzbüheler Horn, keiner wollte so recht durch die Altstadt Tempo machen, der eigentliche (wett)Kampf begann bergauf. Wohlwissend dass wir am Berg ganz gute Karten und Beine haben, drückten wir beide unabhängig voneinander ordentlich in die Pedale und erreichten gut unter einer Stunde für Adi und knapp über einer Stunde für mich die zweite Wechselzone. Direkt aus dem steilen Stück raus aus den Pedalen, Rad abgeben und hinlaufen zu seiner Wechselbox war die 4. Disziplin. Radschuhe aus, mit Helm in die dafür vorgesehene Box und rein in die Laufschuhe und den Schlachtrufen von Mike und Co. entgegen. Während ich etwas verhalten noch bergab lief um keine Krämpfe oder Seitenstechen zu riskieren, donnerte mir beim zurücklaufen Adi mit flottem Schritt entgegen und machte richtig Tempo. Meine direkten Konkurrenten im „Kampf“ um die EM Teilnahme 2014 hatte ich gut im Griff, Reisinger Hannes und Poko waren mit einem Respektabstand hinter mir, so konnte ich gelöst die restlichen Kehren hochlaufen und kam euphorisch ins Ziel. Adi versuchte nochmal Druck zu machen auf den letzten Metern, merkte aber auch in seinen Schenkeln dass die Bergfahrt doch etwas intensiver war als sonst. Mit einer Spitzenzeit von 1:10h überquerte er schließlich die Ziellinie und war wie gewohnt um einige Minuten schneller als ich (am Ende stand 1:13 bei mir zu Buche). Das knappe Endergebnis zu Hirschi ärgerte ihn nur kurz (Wechsel ist nicht umsonst die 4. Disziplin!) und bei gemeinsamen Radler/Weißbier feierten wir zufrieden und glücklich unsere Leistungen.
Der Nachmittag brachte dann noch ein starkes Profirennen mit sich, Sonnenschein und ein paar Wolken, aber vor allem ein permanentes Grinsen im Gesicht über diesen tollen Bewerb. So beeindruckend die Leistungen der Top Athleten auch waren, so zufrieden konnten wir mit unserem Finish sein und gönnten uns zur Feier des Tages eine Gondelabfahrt anstatt heißlaufender Bremsflanken bei der Abfahrt vom Horn. Chapeau vor einer großartigen Veranstaltung und die Hoffnung auf ein Revival bleibt!

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