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Nachtrag Scharnsteiner Abendmeile

Wie aus Triathleten Spitzenläufer werden, Teil 1

Sollte jemand noch auf der Suche nach dem gold-richtigen Trainingsweg zum Lauferfolg für 2014 sein, kann ich Euch nur die beiden gegensätzlichen Ansätze „Adi does“ und „Minimal Michi“ empfehlen. Diese beiden Laufschulen könnten wohl unterschiedlicher nicht sein! Während sich der eine mit viel Fleiß, Kontinuität und Tempo-/Pulsschlaghärte seinen Weg zu Spitzenzeiten bahnt, so rennt der Andere wie von der Tarantel gestochen, sichtlich ohne große Mühen und nutzlosen Trainingskilometern (immerhin ist er mitten im Hausbauen!), dafür aber mit umso mehr Talent und Grundschnelligkeit einfach mal vom Start mit den Gästen aus Afrika mit und muss erst auf den letzten Metern seinem hohem Anfangstempo Tribut zollen.

Kurzum, die Rede ist von der Scharnsteiner Abendmeile, die am 10.08. um 18:00 in 4 Runden á 1,6km die Schnellsten aus Afrika, OÖ und dem MöMa Team anlockte. Bei schwülen Temperaturen und einer brutal flachen Strecke täuschten die Regionalität und das Understatement der Veranstaltung (klingt ja mehr wie ein Mistgabellauf!) über das hochkarätige Startfeld hinweg. Während wir verzweifelt die Wechselzone suchten, kurz vorm Start noch Armekreisend die Schwimmbrille am Kopf hatten und uns dann demütig hinter den Soletti-beinigen Läufern einreihten, riss uns der Startschuß aus unserer Verwirrung und wir rannten den anderen hinterher. Michi dürfte wohl zuviel Usain Bolt im Fernsehen geschaut haben, rannte ähnlich einem 100m Sprint los und blieb seinem Tempo treu. Adi schaltete seine innere Tempo Uhr ein und lief konstant der Spitze hinterher. Rasch war mir klar, dass in diesem internen Laufranking der dritte Platz für mich gesichert war. Jeder von uns kennt das, wenn man weiß, der Platz ist einem nicht mehr zu nehmen, dann verschwindet rasch der Kampfgeist. Uneinholbar sah ich die beiden nach der zweiten Runde nicht mehr vor mir, kämpfte mehr mit Hitze und keinen schnellen Beinen anstatt gegen die Uhr. Dank lautstarker Streckenunterstützung von Angie und Dani blieb mir eine Überrundung erspart und im Ziel hörte ich, dass es um Platz 1 in der MöMa Wertung nochmal spannend wurde. Adi zündete nochmal eine Temporakete und fing Michi in der letzten Runde ab, finishte in 23:39 und Rang 5 in seiner Altersklasse während Michi mit 23:59 ein tolles Rennen hinlegte und sich Platz 6 in der M30 sicherte.
Mit über 1 Minute Respektabstand und Rückstand (25:15) lief ich ein, für Platz 12 in der AK reichte es noch.

Doch das ist das Schöne am Team, heute so, morgen so. Jeder hat seine Talente und es bleibt spannend bis zum Schluß. Auf alle Fälle werde ich mir aus beiden Lauf-Philosophien das richtiger herausnehmen für 2014 und dann heißt es: „Neuer Start, neues Glück, hoffentlich altes Team?!“

to be continued …   (Ironman 70.3 Zell am See)

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